• Im Laufe des Jahres habe ich bereits an verschiedenen Tagungen und Veranstaltung rund um die Themen LehrerInnenbildung, OER oder Digitalität teilnehmen können. Die GDT in Eichstätt war meine erste geschichtsdidaktische Tagung, bei der ich zugleich auch meine aktuelle Planung der Dissertation vorstellen konnte.

     

    GDT in Eichstätt

    In historischem Ambiente fand vom 15. November bis 17. November an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Eichstätt die geschichtsdidaktische Tagung (GDT) unter dem Motto Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte statt. Neben Konzeptionen historisches Denken und der Kompetenzorientierung standen historisch denken lernen durch den Geschichtsunterricht, die Lehrerbildung und die empirische Erfassung von Kompetenzen auf der Agenda.

    Für mich war die Tagung insbesondere eine Möglichkeit, vielfältige Einblicke in die Geschichtsdidaktik zu erhalten, Personen und unterschiedliche Schwerpunkte und Traditionen kennenzulernen. Prägendes Modell der Tagung war das FUER-Modell (Model zur Förderung und Entwicklung von reflektiertem Geschichtsbewusstsein), das u. a. von Andreas Körber und vielen Promovierenden in den Posterpräsentationen aufgegriffen wurde.

    Wenn Sie sich mit dem FUER-Modell genauer beschäftigen möchten, bietet der Wikipedia-Artikel einen kurzen Überblick und die beiden Artikel von Waltraud Schreiber detailliertere Informationen.

     

    Der Narration geht es gut!

    In den letzten Tagen hat mich noch insbesondere der Gedanke von Michele Barricelli begleitet, dass es der Narration gut geht. In Filme und Sendungen bei Netflix oder Amazon Prime werden historische Narrationen in das Zentrum der Handlungen gesetzt und 75 % der Erwerbstätigen in westlichen Ländern schauen Sendungen online. Scheinbar spielen Narrationen in außerschulischen Kontexten eine größere Rolle als innerhalb des Geschichtsunterrichts. Barricelli plädiert dafür, die diversen persönlichen Hintergründe verstärkt in den Unterricht einzubinden. Die Ausführungen und insbesondere der Blick auf die private Mediennutzung stimmen mich positiv, dass unsere Disziplin und auch das Schulfach Geschichte eine hohe gesellschaftliche Relevanz haben kann.

     

    Rückmeldungen zu meinem Dissertationsprojekt

    Mein Poster wurde im Rahmen der Posterpräsentation am 15. November ausgestellt. Es wurde insbesondere zurückgemeldet, dass der entwicklungsorientierte Ansatz und die enge Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern an verschiedenen Schulen spannend sei.

     

     

    In Gesprächen mit anderen Promovierenden und ProfessorInnen wurde mir nochmals deutlich, dass konzeptionelle und terminologische Unterschiede zwischen der Geschichts- und Mediendidaktik bestehen. Eine verstärkte Entwicklungsorientierung, z. B. in Form von Design Based Research, ist in der Geschichtsdidaktik noch nicht (bekannt oder) üblich und die möglichen Vorteile für die Geschichtsdidaktik noch nicht auf dem Tableau.

     

    Ulrich Trautwein spricht im Rahmen der Tagung zu den Chancen interdisziplinärer Arbeit.

     

    Fazit

    Meine Aufgabe wird sein, Theorien, Methoden und Begrifflichkeiten der beiden Disziplinen sinnvoller miteinander zu kombinieren, aber auch Unterschiede deutlich zu benennen. Ich muss im Rahmen meiner Arbeit aufzeigen, wieso die Kombination von Medien- und Geschichtsdidaktik für beide Disziplinen eine Bereicherung darstellen kann und wieso ich beide Disziplinen für meine Dissertation benötige.