• Es ist ein motivierendes und einfach tolles Gefühl, das Ergebnis des letzten Jahres im Einsatz zu sehen. Der entwickelte Prototyp, d.h. die überarbeitete Unterrichtsreihe, wird nun zum zweiten Mal von kooperierenden Lehrpersonen im Unterricht genutzt. Ideen, die Lehrpersonen im letzten Schuljahr formuliert haben, habe ich nun in die überarbeitete Unterrichtsreihe eingebunden. Viele Ideen funktionieren hervorragend!

     

    Die letzten Monate – Entwicklung des Prototyps

    Ganz im Sinne von Design-Based Research bzw. entwicklungsorientierter Bildungsforschung habe ich die Unterrichtsreihe zur Herrschaft, Gesellschaft und Alltag im Imperium Romanum auf Basis der Rückmeldungen der PraktikerInnen entwickelt. Zur Unterrichtsreihe gehören didaktische Planungen, Lehr-Lernmaterialien und didaktische Erläuterungen. Alle Bestandteile sind im Sinne von OER offen lizenziert. Sie stehen entweder unter der Lizenz CC BY-SA oder der Lizenz CC BY.

    Viel ist ja bereits im Schuljahr 2017/2018 passiert. Seit dem Sommer 2018 habe ich die Rückmeldungen der Lehrpersonen aus Einzelinterviews und Gruppendiskussionen transkribiert, kodiert und zu konkreten Änderungen formuliert. Die Protokolle meiner teilnehmenden Beobachtungen habe ich ebenfalls einbezogen. Wie ich genau vorgegangen bin, habe ich in meinem Einstiegsvortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Motivation, Kognition und Reflexion der Geschichtsdidaktik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) vorgestellt.

    Die formulierten 118 Änderungen habe ich dann konkret umgesetzt. Sie können in drei Kategorien unterteilt werden:

    • Die didaktischen Konzeptionen der Unterrichtsreihe und einzelner Stunden habe ich in gegenseitiger Abhängigkeit mit den Lehr-Lernmaterialien verändert.
    • Binnendifferenzierende Angebote für Schülerinnen und Schüler wurden entwickelt.
    • Didaktische Erläuterungen, die die Lehrpersonen in der Vorbereitung und Durchführung der Unterrichtsstunden unterstützen, habe ich ergänzt.

    Zu den Änderungen gehören beispielsweise, dass einzelne Lerngegenstände nach der Entwicklung intensiver, in mehreren Unterrichtsstunden behandelt werden. Hausaufgaben werden optional angeboten, Arbeitsaufträge werden kleinteiliger sowie Verfassertexte mit sprachlichen Unterstützungsmaßnahmen verfasst und der spielerische Zugang wird in den Fokus genommen.

     

    Ausblick zur Prototypentwicklung

    In den nächsten Wochen folgen noch die letzten Schulbesuche, d.h. Hospitationen und Einzelinterviews. Damit erhalte ich einen direkten Einblick in die Umsetzung der Unterrichtsreihe. Am 05. Juli wird die Datenerhebung meiner Dissertation in der Gruppendiskussion mit allen kooperierenden Lehrpersonen abgeschlossen. In den darauffolgenden Monaten werde ich den Prototyp erneut überarbeiten und damit im Rahmen meines Dissertationsvorhabens finalisieren. Dafür nutze ich das Verfahren, dass ich bereits im ersten Durchgang 2018 genutzt habe.

     

    Nach der Implementierung der Produkte an den kooperierenden Schulen liegt dann ab Herbst 2019 mein Fokus auf dem Verfassen der Arbeit. Auf die Phase, in der meine volle Konzentration im Schreiben liegt, freue ich mich schon sehr!