• Das Schuljahr nähert sich so langsam dem Ende und damit auch der erste Zyklus meiner Dissertation, die im Sinne von Design-Based Research strukturiert ist (siehe Phasenmodell).

     

    In diesem Schuljahr ist viel passiert!

    • Die beteiligten Lehrpersonen haben sich im November 2017 in der ersten Gruppendiskussion über Mediennutzung im Geschichtsunterricht und Rahmenbedingungen an den Schulen ausgetauscht.
    • Ich durfte zwischen Dezember 2017 und Mai 2018 bei sieben Lehrpersonen jeweils zwei Mal Geschichtsunterricht der sechsten Jahrgangsstufe beobachten und im Anschluss mit den Lehrpersonen Einzelinterviews führen. Dabei habe ich unheimlich viel über die persönliche Mediennutzung der Lehrpersonen erfahren. Die Lehrpersonen haben ihre Beweggründe erklärt, wieso sie die eingesetzten Lehr-Lernmaterialien ausgewählt haben.
    • Ab Januar 2018 haben die kooperierenden Lehrpersonen die von mir entwickelte Unterrichtsreihe mit den jeweiligen Lehr-Lernmaterialien eingesetzt. Vorgegeben war lediglich die Reihensynopse, d. h. die Lerngegenstände und die Reihenfolge. Die Lehrpersonen waren aber aufgefordert, die Unterrichtsstunden im Hinblick auf Materialauswahl nach ihren fachlichen Vorstellungen zu gestalten. Dies stellte sich als bereichernde Entscheidung heraus: Einzelne Stunden wurden von den Lehrpersonen unterschiedlich umgesetzt, sodass die Grundlage für eine lebhafte Diskussion in der zweiten Gruppendiskussion gelegt wurde.
    • In der zweiten Gruppendiskussion im Juni 2018 stand, ganz im Sinne von Design-Based Research, die Entwicklung der Unterrichtsreihe und der Lehr-Lernmaterialien im Vordergrund. Wie kann der Prototyp allgemeindidaktisch weiterentwickelt werden? Wie können Rituale in den Unterricht integriert werden? Welche Rolle spielen Differenzierungsmaßnahmen und Hausaufgaben? Wie können einzelne Lehr-Lernmaterialien zur Förderung der curricular vorgegebenen Kompetenzen eingesetzt werden? Wie müssen Aufgabenstellungen formuliert sein und Quellen editiert sein? Welche Rolle nimmt Diagnostik zur Anpassung von Lehr-Lernmaterialien im Geschichtsunterricht der sechsten Jahrgangsstufe ein?

     

    Danke!

    Ich möchte mich auch an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den kooperierenden Lehrpersonen bedanken. Ich bin immer wieder über das Engagement der Lehrpersonen begeistert! Besonders gilt mein Dank Anna Metzger, die beide Gruppendiskussionen souverän geleitet hat.

    Im Rahmen meines Dissertationsprojektes erhalte ich eine äußerst seltene Chance: Ich darf authentischen Unterricht von Lehrpersonen an verschiedenen Schulen erleben. Dieses Privileg haben keine SchulleiterInnen, FachleiterInnen oder VertreterInnen der QA. Unabhängig von meinem Forschungsinteresse, finde ich dies inspirierend und faszinierend zugleich. Sieben Lehrpersonen haben teils vollkommen unterschiedliche Zugänge zu einem Lerngegenstand. Sie gehen mit teils identischen, teils unterschiedlichen organisatorischen, infrastrukturellen und akteurbezogenen Rahmenbedingungen auf ihre ganz eigene Art und Weise um.

     

    Ausblick auf das nächste Schuljahr

    Ich freue mich auf das kommende Schuljahr, den zweiten Zyklus meines Design-Based Research Projektes und neue kooperierende Lehrpersonen. Auch im kommenden Schuljahr werden kooperierende Lehrpersonen der vier beteiligten Schulen dabei sein, um über Mediennutzung im Geschichtsunterricht und die Entwicklung einer Unterrichtsreihe ins Gespräch zu kommen. Es bleibt spannend!