• Nach knapp zwei Jahren habe ich am 5. Juli die Datenerhebung meiner Dissertation abgeschlossen. Ein Gefühl voller Erleichterung und Dankbarkeit.

     

    Erleichterung

     

    Ich bin erleichtert, dass vier Gruppendiskussionen sowie 22 Einzelinterviews erfolgreich aufgezeichnet und 19 Unterrichtsbeobachtungen protokolliert wurden. Insgesamt zehn Lehrpersonen von vier Gymnasien haben an meinem Dissertationsprojekt teilgenommen. (Fast) alles hat problemlos geklappt, auch wenn ich in einigen Momenten gezittert und gehofft habe: Wird jemand absagen? Ist jemand krank? Muss ich den Termin doch verschieben?

    Die Arbeit, die ich zu Beginn der Datenerhebung mit Sicherheit unterschätzt habe und die in der späteren verschriftlichten Arbeit keiner sehen wird, sind die vielen kleinen Dinge: unzählige E-Mails und Telefonate zur Terminvereinbarung, Fahrten mit Bus, Bahn und Auto quer durch das Rheinland oder so Banales, wie das Schmieren von Brötchen für die Verpflegung bei Gruppendiskussionen. Was ich zu Beginn der Datenerhebung aber auch nicht erwartet habe, ist die nicht weniger werdende Vorfreude und eine wunderbare Form der Anspannung, die man vor einem Schulbesuch oder einer Gruppendiskussion erlebt. Ich wusste nie, was mich erwarten wird und welche Anregungen ich für die Entwicklung des Prototyps mitnehmen kann. Nicht zu unterschätzen ist auch das Glücksgefühl, wenn wieder eine Beobachtung dokumentiert oder ein Einzelinterview aufgezeichnet wurde.

    Wenn Sie nochmals einen Überblick über den zeitlichen Ablauf erhalten möchten, finden Sie das Phasenmodell mit Beobachtungen, Einzelinterviews und Gruppendiskussionen hier.

     

    Danke!

     

    Ich bin den Schulleitungen und Lehrpersonen, die an meinem Dissertationsprojekt teilgenommen haben, sehr dankbar: Die Schulleitungen haben mir und meiner Arbeit einen großen Vertrauensvorschuss gegeben. Sie waren scheinbar davon überzeugt, dass der Schulalltag durch meine Arbeit nicht gestört wird und dass die beteiligten Lehrpersonen und Schulen von meiner Arbeit profitieren. Die Lehrpersonen haben mir die Möglichkeit gegeben, in ihrem Unterricht zu Gast zu sein, ihre Routinen und Praktiken zu beobachten und zu hinterfragen. Es war ein beeindruckendes Gefühl, das Vertrauen der Lehrpersonen zu spüren und mit ihnen viele offene Gespräche zur Gestaltung ihres Unterrichts und zum Alltag ihres Berufs zu führen. Daher habe ich Einblicke erhalten, die sonst kaum eine Person im Schulalltag erhält.

    Besonders danken möchte ich Anna Metzger. Sie hat alle vier Gruppendiskussionen souverän geleitet. Durch ihre Moderation konnten die beteiligten Lehrpersonen konstruktiv und sehr kritisch Entwicklungsvorschläge zum Prototyp, d. h. der Unterrichtsreihe mit allen Materialien, diskutieren. Ich konnte währenddessen als neutraler Beobachter agieren.

     

    Ausblick

     

    In den nächsten Monaten werde ich den Prototyp erneut überarbeiten. Entwicklungsvorschläge aus Einzelinterviews, Gruppendiskussionen und Protokollen meiner teilnehmenden Beobachtungen bilden die Ausgangslage. Ich werde den Datenkorpus transkribieren, kodieren und daraus konkrete Änderungsvorschläge für den Prototyp entwickeln. Ich freue mich schon sehr, die didaktischen Planungen, Lehr-Lernmaterialien und Hinweise für Lehrpersonen nach den Vorschlägen der beteiligten Lehrpersonen zu gestalten. Den überarbeiteten Prototyp werde ich voraussichtlich Ende des Jahres den beteiligten Lehrpersonen zur Verfügung stellen.